Münztechnik und Münzverwaltung in Spätmittelalter und früher Neuzeit.

Der Wortschatz in Quellen vom 14. bis 17. Jahrhundert

 

 

Einleitung

 

Hubert Emmerig

 

Dieses Glossar der Fachsprache in deutschsprachigen Quellen zur Münztechnik und Münzverwaltung geht auf Vorarbeiten zurück, die im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der Universität Wien im Wintersemester 1999/2000 und an der Universität München im Wintersemester 2000/2001 entstanden sind. Teilnehmer waren in Wien: Johann Backhausen, Alice Fehrer, Michael Grundner, Norbert Helmwein, Lorenz Intichar, Ruth Pfosser, Anita Rosenkranz und Alexander Ruske; in München: Moritz Baumstark, Monika Dufter, Annette Funk, Radmila Kulda, Andreas Joachim Mergner, Christopher Neumaier, Sabrina Neumair, Helmut Serfas.

Für dieses Glossar wurden Quellen des 14. bis 17. Jahrhunderts, überwiegend aus dem süddeutschen und habsburgischen Raum, ausgewertet. Erfaßt wurde alle Begriffe, die dem Münzwesen und der Münztechnik angehören, also Gegenstände, Tätigkeiten, Berufsbezeichnungen etc., im Falle von Inventaren von Münzstätten wurden aber alle vorhandenen Gegenstände aufgenommen, also z. B. auch Tische, Betten etc., da auch das unsere Vorstellung von einem Münzgebäude erweitert. Angegebene Stückzahlen wurden grundsätzlich übernommen, so daß auch in dieser Hinsicht Vergleichsmöglichkeiten gegeben sind. Alle Vorkommen der erfassten Begriffe werden nachgewiesen. Eingeordnet sind die Begriffe unter dem hochdeutschen Begriff, Querverweise sind aber unter allen in den Quellen aufgefundenen Schreibweisen vermerkt. Grundsätzlich sind Zitate aus den Quellen durch Kursivschrift kenntlich gemacht. Eigennamen wurden nicht aufgenommen, Ortsnamen nur, wenn sie z. B. Münzsorten bezeichnen.

Vom allgemeinen Vorkommen zur speziellen Sonderform eines Gegenstandes verweisen ebenfalls Querverweise, also vom Amboss zu den Sonderformen wie Breitamboss und Zainamboss. Die Einträge unter einem Stichwort bieten zunächst eine Erklärung des Begriffs und Nachweise in der Literatur, dann folgen die Vorkommen in den Quellen, die in Auswahl im Wortlaut wiedergegeben sind, während weitere gleichartige Vorkommen nur durch Angabe der Stelle nachgewiesen werden. Dabei werden die verwendeten Quellen ebenso wie bei den folgenden Erläuterungen in chronologischer Reihenfolge nach ihrer Entstehung geordnet. Abgeschlossen wird der Eintrag durch Querverweise auf verwandte oder ähnliche Begriffe. Für Begriffe, bei denen verschiedene Bedeutungen zu unterscheiden sind, gibt es mehrere Einträge, die durchgezählt sind: (1), (2), etc.

Die verwerteten Quellen sind einerseits Inventare von Münzstätten, dann aber auch Rechtstexte bzw. Verordnungen, die die Arbeiten in der Münzstätte und den Münzbetrieb regeln und ordnen. Aber auch Aufzeichnungen eines Münzverwalters über Aufbau und Ablauf des Münzbetriebs oder ein Ratschlag für eine Reform des Münzwesens sind vertreten. Die Quellen liegen alle im Druck vor, so dass es jederzeit möglich ist, interessierende Stellen im vollen Wortlaut nachzulesen und zu überprüfen.

Über Ergänzungen, Nachträge oder sonstige Kommentare würde ich mich freuen. Bitte wenden Sie sich an:

Dr. Hubert Emmerig
Institut für Numismatik und Geldgeschichte
Universität Wien
Franz Klein Gasse 1
A-1190 Wien
hubert.emmerig@univie.ac.at
Fax 0043-1-4277-9407
Tel. 0043-1-4277-40705

 

 

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