Universität Zürich, Herbstsemester 2007
Numismatisches Kolloquium:
Münzprägung am Rand der griechischen Welt
Die griechische Welt ist ein kulturell definierter Raum. Eine der Kulturtechniken, die durch den Hellenismus von Spanien bis an den Indus verbreitet wurde, ist das geprägte Münzgeld. An den Rändern der griechischen Welt verband die Verwendung von Münzgeld Griechen und Nicht-Griechen; die Münzen selbst reflektieren in mannigfacher Weise Akkulturationsprozesse und sind Zeugnisse griechisch beeinflusster Mischkulturen. Das Kolloquium bietet anhand dieser Themensetzung eine Einführung in Arbeitsmethoden und Forschungsfelder der griechischen Münz- und Geldgeschichte.
Die griechische Münzprägung an den Rändern der griechischen Welt ist auch Thema einer Ausstellung, die ab August/September 2008 im Münzkabinett der Stadt Winterthur gezeigt werden wird. Die Veranstaltung soll nicht zuletzt Materialien für diese Ausstellung aufbereiten; damit können Formen der Mitarbeit der Studierenden (z.B. in Form von Praktika) an der Vorbereitung der Ausstellung verbunden sein.
Literaturhinweise: Christopher Howgego, Ancient History from Coins, London/New York 1995 (dt. unter dem Titel: Geld in der antiken Welt, Darmstadt 2000. – Kevin Butcher, Roman Syria and the Near East, London 2003. – Haim Gitler and Oren Tal, The Coinage of Philistia of the Fifth and Fourth Centuries BC. A Study of the Earliest Coins of Palestine, Mailand/New York 2006. – Osmund Bopearachchi, Monnaies gréco-bactriennes et indo-grècques: catalogue raisonné, Paris 1991.