Universität Zürich, Frühlingssemester 2009

 

Numismatisches Kolloquium:

Numismatisches Kolloquium: Geld in der früh- und hochmittelalterlichen Schweiz

 

Das Früh- und Hochmittelalter war keine geldlose Zeit, auch wenn sich im Übergang von der Spätantike zur Karolingerzeit zeitweise nur noch Spuren des Geldgebrauchs nachweisen lassen. Mit der Einbindung von Teilen der heutigen Schweiz in die spätkarolingischen Teilreiche verband sich auch eine zunehmende Monetarisierung der wirtschaftlichen Beziehungen und die Herausbildung eines Münzumlaufs bis hin zu verschiedenen bischöflichen und königlichen Prägungen seit der Zeit um 900 und vor allem ab etwa 1000/1020.

Das Kolloquium behandelt dieses Thema vor allem anhand des wichtigsten Quellenmaterials, der Münzen und der Münzfunde, dazu sind mehrere Sitzungen im Münzkabinett Winterthur und am Schweizerischen Landesmuseum vorgesehen. Die Veranstaltung bietet zugleich eine Einführung in die Münz- und Geldgeschichte des Mittelalters, in der die Studierenden mit den Methoden und aktuellen Forschungsansätzen vertraut gemacht werden.

 

Literaturhinweise:

Hans-Ulrich Geiger, Die merowingischen Münzen der Schweiz, Schweizerische Numismatische Rundschau, 1979, Nr. 58, S. 83-178. – Philip Grierson, Mark Blackburn, Medieval European Coinage, I: The Early Middle Ages (5th-10th centuries), Cambridge, Cambridge; New York etc. 1986. – Ulrich Klein, Bemerkungen zum hochmittelalterlichen Geldumlauf in der Schweiz. In: Harald R. Derschka, Isabella Liggi, Gilles Perret (Hrsg.), Circulation monétaire régionale et supra-régionale: Actes du troisième colloque international du Groupe suisse pour l‘étude des trouvailles monétaires (Berne, 3-4 mars 2000), Lausanne 2002 (Études de numismatique et d‘histoire monétaire, 4), S. 201-224.

 

 

Lehrveranstaltungen Universität Zürich