Universität Zürich, Frühlingssemester 2008

 

Numismatisches Kolloquium:

Münzprägung und Geldumlauf in der spätmittelalterlichen Schweiz

 

Die spätmittelalterliche Schweiz zählt über 30 Münzorte und eine Vielzahl von Währungen. Der Geldumlauf besteht zu grossen Teilen aus fremdem Geld. Die vergleichende Untersuchung der Münzprägung und des Geldumlaufs vermitteln deshalb wichtige Einblicke in das wirtschaftliche und politische Gefüge dieses Gebiets, das im Spätmittelalter keine Einheit bildete und daher in monetärer Hinsicht ganz verschiedene Ausrichtungen (Süddeutschland, Savoyen, Lombardei) besass.

Das Kolloquium bietet gleichzeitig eine Einführung in die Münz- und Geldgeschichte des Mittelalters. Am Beispiel des gewählten Themas werden die Studierenden auch mit Methoden und aktuellen Forschungsschwerpunkten der Numismatik vertraut gemacht; dazu gehört ein quellenkundlicher Teil, der anhand von Originalen die Münzen selbst behandelt. Es sind mehrere Sitzungen im Münzkabinett der Stadt Winterthur sowie im Münzkabinett des Schweizerischen Landesmuseums vorgesehen.

 

Literaturhinweise:

Norbert Furrer, Das Münzgeld der alten Schweiz: Grundriss, Zürich 1995; Local Coins, Foreign Coins: Italy and Europe 11th – 15th centuries: The Second Cambridge Numismatic Symposium, hrsg. von Lucia Travaini, Mailand 1999 (darin v.a. die Beiträge von P. Spufford, U. Klein, B. Zäch und J. Diaz Tabernero).

 

 

Lehrveranstaltungen Universität Zürich